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Zdzislaw Michalek (58) ist stolz auf seine eigenen vier Wände, ein Umzugskarton reichte für seinen BesitzFoto: Olaf Selchow

Berlin – Unter der Autobahnbrücke am Berliner S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf weht ein eisiger Wind. Oben fahren die Autos vorbei, unten lädt Sven Lüdecke (40) mit ehrenamtlichen Helfern ein kleines Häuschen ab. Es soll das neue Zuhause von Dimitri Mazaxoev (38) werden. Er lebt seit fünf Jahren auf der Straße.

Seit 2016 baut Lüdecke mit seinem Verein „Little Home“ die 3,8 m² großen Wohnboxen aus Europaletten, um sie an Obdachlose zu verschenken. Ausgestattet sind sie mit einer Matratze, einem Regal, Erste-Hilfe-Set, Feuerlöscher, einer Campingtoilette und einer Arbeitsfläche. Alles, was man zum Leben braucht. Die Kosten von etwa 800 Euro pro Haus werden aus Spendengeldern finanziert.

Mit einem LKW wird das „Little Home“ angeliefertFoto: Olaf Selchow

„Fast 6000 Obdachlose stehen schon auf unserer Warteliste“, sagt Lüdecke. Bereits 40 Wohnboxen wurden schon in Köln, aber auch in Frankfurt, Bonn und Nürnberg aufgestellt. 2018 stehen Hamburg, München und Leipzig auf dem Plan. Nun stehen die ersten Häuser in Heinersdorf.

Bei der Vergabe der Häuser ist Lüdecke wichtig, dass die Bewerber keine Alkohol- oder Drogenprobleme haben. „Es kommt vor allem auf die Motivation und den besonders dringenden Bedarf an.“

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